Coworking Spaces: So inspirieren sie die klassische Bürogestaltung

Coworking Spaces: So inspirieren sie die klassische Bürogestaltung. HAIN® GmbH. Mehr Büro geht nicht.

 

Anbieter von Coworking Spaces können nach schwierigen Jahren 2025 wieder eine bessere Bilanz ziehen. Die durchschnittliche Auslastung lag in der ersten Jahreshälfte bundesweit bei knapp zwei Drittel, in Großstädten sogar bei über 70 Prozent. Im Schnitt erzielte ein einzelner Platz in den Coworking Spaces dabei Einnahmen von knapp 400 Euro im Monat. Rund 30 Prozent der Anbieter genügt das, um profitabel zu arbeiten. Etwa die Hälfte bleibt damit zumindest kostendeckend. So erfolgreich war die Branche seit Anfang 2019 nicht mehr. Unabhängig von ihrer eigenen Entwicklung bleiben Coworking Spaces oder Flex Offices heute wie damals aber unverändert mitprägend für die Bürogestaltung und -planung klassischer Offices. Hier lassen sich fünf wesentliche Einflüsse festhalten:

 

#1 Basics

Coworking Spaces stellen nicht einfach nur Arbeitsplätze für Selbstständige, Start-ups oder Geschäftsreisende zur Verfügung. Sie verbinden das mit einem wichtigen Versprechen: Hier können Sie sich voll auf Ihre Arbeit konzentrieren und wir kümmern uns um den Rest! Die Spaces lassen sich an diesem Punkt gut mit den Business Lounges auf Flughäfen vergleichen: moderne, funktionale Arbeitsplätze, professionelles, sauberes Ambiente, Rundumversorgung mit kleinen Snacks und gutem Kaffee zum Beispiel. Einen ähnlichen Empfang würden sich auch feste Büroangestellte in Unternehmen wünschen und dafür gern häufiger ihr Homeoffice verlassen.

 

#2 Mehrwert durch Annehmlichkeiten

Davon bieten viele Coworking Spaces reichlich: beginnend mit der genannten Verpflegung bis hin zu Duschen, Fitnessangeboten, sicheren Fahrradparkplätzen oder Ruhe- und Meditationsräumen, um nur einige Extras zu nennen. Flex Offices erhöhen damit ihren praktischen Nutzen und damit die Motivation, hier zu arbeiten. Das lässt sich natürlich nicht in jedem gewöhnlichen Büro umsetzen, gibt aber eine gute Inspiration, für höhere Mitarbeitermotivation und mehr Produktivität einzelne Angebote und Maßnahmen in ein klassisches Büro zu übernehmen.

 

#3 Kontakte und soziales Miteinander

Hier haben viele Büros und speziell das Homeoffice eine klare Schwachstelle. Es gibt mehr Nebeneinander als Miteinander. Genau dieses, auch neben der eigentlichen Arbeit, macht jedoch einen großen emotionalen Faktor für das individuelle Wohlbefinden wie die Gemeinschaft aus. Coworking Spaces organisieren dazu oft Veranstaltungen vom Frühstück über After-Work-Angebote bis hin zu attraktiven Workshops von Businessexperten, Coaches und anderen. Auch an dieser Stelle können sich Unternehmen Beispiele nehmen. Dabei zählt nicht der Aufwand, sondern der Gedanke. Ein mehr oder weniger regelmäßiges, niederschwelliges Angebot kann Zusammenhalt und Unternehmenskultur bereits deutlich stärken.

 

#4 Office-Management

Coworking Spaces ähneln in ihrem Zentrum stark einem Hotelempfang. Nutzer werden freundlich empfangen und wie ein Concierge organisieren die Mitarbeitenden der Spaces alles rund um die Arbeitsplätze oder kümmern sich um zusätzliche Services. Das kann ein Vorbild für den Empfang im klassischen Unternehmen werden – besonders die Service- oder Managementfunktion, die Mitarbeitenden die kleinen oder größeren, mehr oder weniger lästigen organisatorischen Aufgabe im Büroalltag abnimmt.

 

#5 Flexibilität

Erfolgreiche Coworking Spaces bieten Einzelpersonen wie ganzen Teams passende Arbeitsumgebungen. Die Anbieter wissen selten genau, welche Arbeitsplätze Kundinnen oder Kunden in den nächsten Wochen nachfragen. Sie müssen auf alles vorbereitet sein und entsprechend flexible Büroflächen oder Arbeitsplätze vorhalten. Diese Flexibilität und Variationsmöglichkeiten greifen moderne Bürokonzepte für das klassische Office ebenfalls verstärkt auf. Solche Büros lassen sich jederzeit auf neue Arbeitsbedingungen oder -organisationen anpassen. Coworking Spaces nutzen parallel digitale Tools für die bequeme Reservierung von Schreibtischen oder Konferenzräumen. Diese Tools sind auch für andere Unternehmen sinnvoll, wenn Sie zum Beispiel mit Desksharing arbeiten wollen, um die Zahl Ihrer Büroarbeitsplätze der tatsächlichen Auslastung anzupassen.

 

 

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Marco Hofmeister