6 Tipps für eine grüne IT

6 Tipps für eine grüne IT. HAIN® GmbH. Mehr Büro geht nicht

 

Grüne IT – oder Green IT – senkt den ökologischen Fußabdruck eines Unternehmens und kann in jedem Büro oder der ganzen Firma viele Kosten einsparen. Hier finden Sie sechs Tipps, wie Sie dazu Ihre IT grüner werden lassen.

 

#1 Verbrauch messen

In einer einfachen Variante erfassen Sie den tatsächlichen Verbrauch Ihrer Office-IT. So identifizieren Sie schnell die größten Stromfresser und können gezielt einen Austausch planen – zum Beispiel den Ersatz alter, stromhungriger Laserdrucker gegen moderne Office-Drucker oder Multifunktionsgeräte mit Heat-Free-Technologie. Ein anderer Ansatz führt Sie zur Power Usage Effectiveness(PUE), der Energieeffizienz Ihrer kompletten IT. Hierzu teilen Sie den gesamten Stromverbrauch in den Büros durch die Summe des Verbrauchs aller IT-Geräte. Je näher das Ergebnis an 1,0 heranreicht, umso energieeffizienter arbeitet Ihre Hardware. Werte zwischen 1,2 und 1,6 sind aber eher die Regel. Google jedoch erreicht für all seine Rechenzentren und Standorte einen PUE-Wert von nur 1,09. Das zeigt, wie effizient führende Internetunternehmen mittlerweile arbeiten können – auch wenn sie alle absolut enorme Strommengen verbrauchen.

#2 Hardware

Eventuell verkleinern Sie Ihre Hardwareausstattung und Ihre On-Premise-Systeme. An deren Stelle nutzen Sie Cloudlösungen etwa für Ihr Dokumentenmanagementsystem (DMS). Das spart weitere Energiekosten und außerdem künftige Hardwarekosten für Reparatur, Wartung oder den Austausch alter Geräte. Soll es eine Neuanschaffung sein, achten Sie immer auf den Stromverbrauch der Geräte. Hier sind Verbrauchsangaben unter Volllast von denen im Stand-by-Betrieb oder bei niedriger Auslastung zu unterscheiden. Die meiste Hardware erreicht selten volle Auslastung, sondern läuft die überwiegende Zeit im Leerlauf oder bei geringer Auslastung. Es kommt also auf die Energieeffizienz in diesen Bereichen an und hier gibt es gravierende Unterschiede zwischen Herstellern oder Prozessoren.

 

#3 Software

Achten Sie auf Software, die möglichst geringe Hardwareanforderungen stellt. Ob ein Programm dann noch mit guter Geschwindigkeit arbeitet, testen Sie schnell. Wieder bieten sich Cloudlösungen als Alternative an. Sie müssen sich dann auch nicht mehr um eventuelle Softwarefehler oder Updates kümmern und senken Ihre allgemeinen IT-Kosten.

 

#4 Daten

In den letzten Jahren haben sich die Preise für Speicherplatz stark reduziert. Kostete 1 GB vor einem Jahrzehnt noch um die acht Cent, wird für 1 GB auf Speichermedien heute durchschnittlich nur noch ein Cent verlangt. Dies verleitet schnell dazu, übermäßig Daten anzuhäufen. Das führt jedoch zu immer höherem Energieverbrauch für immer mehr Speicherplatz. Deswegen sollten die Datenbestände regelmäßig aufgeräumt und auf wirklich relevante Datensätze reduziert werden.

#5 Webseite

Auch in der Unternehmenswebseite liegt ein Schlüssel zu grüner IT. Der Nachhaltigkeitseffekt erwächst dabei jedoch außerhalb des Unternehmens – in den Datennetzen oder bei den Seitenbesucherinnen und -besuchern. Er entsteht durch möglichst schlanke, auf das Wesentliche reduzierte Seiten. Diese übertragen keinen ungenutzten Code oder andere überflüssige Daten und helfen bei der Reduzierung des energieintensiven weltweiten Datenverkehrs  – übrigens erhalten derart schlanke, schnörkellose Seiten nebenbei bessere Bewertungen von den Algorithmen der Suchmaschinen.

#6 Cloud für grüne IT

Als DocuWare-Partner haben wir schon eine ganze Reihe von Unternehmen mit Lösungen für eine digitalisierte Buchhaltung oder andere Workflows in die Cloud gebracht. Hier liegt einer der wichtigsten Ansätze für die nachhaltige Transformation jeder IT. Der hohe Energiekonsum der Cloud-Rechenzentren bildet dabei nur scheinbar einen Widerspruch. Einzelne dezentrale Hardware mit vergleichbarer Gesamtkapazität verbraucht in der Summe viel mehr Energie. Außerdem besitzen die Betreiber der Rechenzentren bessere Möglichkeiten, zum Beispiel ihren Stromverbrauch laufend zu reduzieren oder entstehende Abwärme sinnvoll weiterzuverwenden. Einzelne Unternehmen schaffen diese permanente Optimierung der IT in der Regel nicht.

Grüne IT und Nachhaltigkeit zahlen sich am Ende immer aus – nicht nur bei den Kosten. Es entstehen genauso Effizienzgewinne und damit eine bessere Wettbewerbsfähigkeit sowie ein positives Unternehmensimage.

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Hofmeister