Bodenbelag im Büro: Worauf sollten Sie achten?

Bodenbelag im Büro: Worauf sollten Sie achten? HAIN® GmbH. Mehr Büro geht nicht.

 

Der Bodenbelag in einem Büro muss mehr als nur eine ansprechende Optik bieten. Denn zugleich hat die Wahl des Belags großen Einfluss auf

  • die Raumakustik,
  • die Luftqualität und
  • wird damit zum mitentscheidenden Faktor für die Qualität des Arbeitens dort.

Neben Akustik und Raumluftqualität ergeben sich durch die bürotypische Beanspruchung eines Bodenbelags – mit oder ohne Publikumsverkehr – weitere Kriterien für die richtige Auswahl bei einer Büroplanung:

  • besondere Strapazierfähigkeit
  • einfache Pflege und Reinigung oder auch
  • Nachhaltigkeit

 

Akustik

Harte Böden verstärken tendenziell Geräusche und Lärm. Wegen ihrer guten Schalldämmung galten deswegen Teppiche lange als optimale Wahl eines Bodenbelags für das Büro. Heute geht die Präferenz eher in Richtung von Hartböden wie Laminat oder Vinyl. In Kombination mit schalldämmenden oder -reduzierenden Elementen lässt sich die nachteilige Akustik kompensieren. Sie lassen sich einfach unter dem Belag installieren. Eine Trittschalldämmung mindert die Geräuschübertragung in das darunterliegende Geschoss. Im gleichen Raum wirkt eine Gehschallreduzierung sehr effektiv. Zusätzlich können Akustikmatten oder -unterlagen zum Beispiel unter Möbeln ergänzt werden, die weitere Vibrationen und Schall absorbieren. Genauso bieten sich dekorative Akustikelemente im Raum an, um das Geräuschniveau im Büro zu senken. Ein gewisser Grundpegel bleibt aber naturgemäß erhalten; besonders in offenen Bürolandschaften. Hier schaffen Raum-in-Raum-Systeme stille Orte etwa für Konzentrationsarbeit und wichtige Telefonate und Videocalls, die nicht gestört werden sollen.

 

Luftqualität

Einige Bodenbeläge können die Raumluftqualität und langfristig auch die Gesundheit unter Umständen durch die Ausdünstung von Schadstoffen beeinträchtigen. Sie können in Teppichen und ihren Klebern, in Laminat durch Rückstände in den Holzwerkstoffen und in PVC- oder Vinylböden beispielsweise in Form von Weichmachern vorkommen. Gesetzliche Vorgaben beschränken nur bestimmte Gefahrenstoffe wie etwa Formaldehyd. Für viele Weichmacher dagegen fehlt sogar eine Kennzeichnungspflicht. Eine einfache CE-Kennzeichnung gibt keine Auskunft über Schadstoffbelastungen. Bei der Büroeinrichtung oder zu Hause sollten Sie deswegen nur zu solchen Bodenbelägen greifen, denen anerkannte, unabhängige Organisationen Schadstofffreiheit bestätigen. Bekannte Labels sind hier zum Beispiel der „Blaue Engel“ oder „Cradle-to-Cradle“, das ergänzend Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus auszeichnet.

 

Weitere wichtige Anforderungen an einen Bodenbelag im Büro

Für Bodenbeläge wie Laminat oder Teppich gibt es Nutzungsklassen, die Ihnen die Belastungsverträglichkeit eines Produkts anzeigen. Praktischerweise gilt dieses System für Teppiche wie Laminat einheitlich. Für Büros und andere Gewerbe gibt es drei Klassen:

  • 31: mäßige,
  • 32: normale oder durchschnittliche und
  • 33 für starke Beanspruchung

Die Mehrzahl der Büros lässt sich in den Klassen 32 und 33 (Großraumbüros) einsortieren. Achten Sie parallel bei Laminat auf die Angabe der Abriebklasse. Je höher diese ausfällt, umso länger hält die Dekorschicht des Laminats täglichen Belastungen stand. AC 6 markiert dabei den höchsten Wert.

In stark frequentierten Räumen wie einem Büro kommt es natürlich am Ende auch auf eine unkomplizierte, hygienische Reinigung an. Hier sind Hartböden klar im Vorteil gegenüber Teppichen: kehren, wischen, fertig. Aufmerksamkeit erfordert zum Beispiel bei Laminat hier nur die Wasserfestigkeit. An gut geschützten Produkten fehlt es aber nicht. Sie können spezielles Laminat heutzutage sogar als Fliesen-Alternative in Feuchträumen nutzen.

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Marco Hofmeister