Homeoffice: So machen es die DAX-Unternehmen

Homeoffice: So machen es die DAX-Unternehmen. HAIN® GmbH. Mehr Büro geht nicht.

 

Seit einiger Zeit werden Deutschlands größte Unternehmen jedes Jahr befragt, wie sie es mit dem Homeoffice oder hybrider Arbeit halten. Die DAX-Mitglieder sind zwar kaum mit der großen Mehrheit der KMU im Land vergleichbar, bilden bei diesem Punkt aber durchaus einen repräsentativen Querschnitt in der Unternehmenslandschaft und gelten manchen vielleicht sogar als Orientierungspunkte. Ebenso interessant in Sachen Büroplanung: Wie halten es die Großen nun mit ihren Büroflächen?

 

Mehr Homeoffice als anderswo

Anfang 2026 ist die Homeoffice-Nutzung nach einem gegenläufigen Trend im vergangenen Jahr wieder leicht angestiegen, zeigen Analysen wie die des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (bidt). Während US-Unternehmen wie Amazon das Homeoffice am liebsten geschlossen sehen, gibt es hierzulande dahingehend kaum noch Bestrebungen. In der Gesamtwirtschaft wie in den DAX-Konzernen sind ein bis zwei Tage Heim- oder Hybridarbeit nun Standard und einige der Großen liegen auch bei zwei bis drei Tagen, bieten teilweise sogar weitere Freiheiten.

Arbeit im Homeoffice ist zu einem wesentlichen Aspekt der Arbeitgeberattraktivität geworden, steht für eine neue Arbeitskultur mit Selbstbestimmung und individuellen Entfaltungsmöglichkeiten. So überraschte es kaum, dass zuletzt viele Beschäftigte die Homeoffice-Option zu einem entscheidenden Kriterium bei der Jobwahl erklärten. Andererseits sind Angestellte anscheinend reihenweise käuflich: Für ein monatliches Netto-Plus von 500 Euro würde rund die Hälfte ihren Heimarbeitsplatz sofort aufgeben – Cash sticht Work-Life-Balance aus, verrät die bdit-Befragung ebenfalls.

 

Homeoffice-Angebote in der Praxis

Adidas fährt seit der Coronapandemie ein unverändertes flexibles Arbeitskonzept mit bis zu zwei Tagen Homeoffice pro Woche. Dazu stellt der Konzern technische Ausstattung inklusive Notebook sowie Mobiltelefon und erlaubt sogar zehn Tage Workation im Ausland.

Bayer oder BMW verzichten auf feste Quoten. In der Praxis sind jedoch zwei bis drei Tage wöchentliche Homeoffice-Tage üblich. Ähnlich sieht es bei der Commerzbank aus. Alle diese Unternehmen betonen den Wert des Treffpunkt Büros für Zusammenarbeit wie Produktivität und empfehlen daher eine Anwesenheit an zwei oder drei Tagen.

Merck verweist auf ein bereits über zehn Jahre altes Modell für flexibles Arbeiten. Außergewöhnlich fällt dabei die mögliche Workation-Zeit auf: bis zu 60 Tage Arbeit im Ausland können individuell vereinbart werden. Bei Zalando sind immerhin 30 Tage gestattet.

Bei Rheinmetall findet sich eine der geringsten Homeoffice-Quoten unter den DAX-Unternehmen. Maximal sechs Tage im Monat sind vorgesehen.

 

Büroflächen in Zeiten des Homeoffices

Da verwundert es kaum, dass in der Düsseldorfer Rheinmetall-Zentrale keine Büroflächen reduziert wurden. Doch auch die anderen Unternehmen haben trotz Homeoffice-Quoten zwischen 40 und 60 Prozent ihre Offices in der Größe weitgehend unangetastet gelassen. Es scheint dazu auch keine konkreten Pläne zu geben. Was jedoch vielfach geplant wird oder schon realisiert wurde: eine bedarfsorientierte Weiterentwicklung des Offices mit modernen Bürokonzepten und einer Büroeinrichtung für die neue hybride Arbeitswelt. Bei Bayer beispielsweise hat sich diese Transformation als „Next Normal Office Concept“ bereits weltweit an einer Reihe von Standorten etabliert.

Wie machen Sie das mit dem Homeoffice bei Ihren Mitarbeitenden? Ist Ihr Büro optimal auf hybride Arbeit vorbereitet? Wir zeigen es Ihnen!

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Marco Hofmeister