Aus dem Urlaub zurück ins Büro: Stress pur?

Aus dem Urlaub zurück ins Büro: Stress pur? HAIN® GmbH. Mehr Büro geht nicht.

 

In vielen Bundesländern, wie hier in Hessen, neigen sich die Sommerferien dem Ende entgegen oder sind sogar bereits vorbei. Damit endet für alle mit Kindern auch die gewöhnliche Urlaubszeit und es geht aus dem Urlaub zurück ins Büro. Die Rückkehr geht oft mit unguten Gefühlen im Bauch einher. Zahlreiche Menschen fühlen sich allein schon bei dem Gedanken daran gestresst und ängstlich. Lesen Sie hier, was Sie dagegen tun können.

 

Ferien und Urlaub als Stressfaktoren

Immer wieder zeigen Umfragen, dass reihenweise Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus den großen Sommerferien zwar durchaus erholt zurückkommen, dann aber schnell von übermäßigem Stress eingeholt werden. Sie fürchten ein volles E-Mail-Postfach, Arbeitsrückstand und unerledigte Aufgaben oder verpasste Veränderungen. Zur Abhilfe bleiben viele auch im Urlaub immer erreichbar. Das passiert nicht nur in Deutschland, sondern in allen europäischen Ländern. Mehr als die Hälfte der Mitarbeitenden, in Großbritannien sogar über 70 Prozent, lesen und beantworten heute Ihre E-Mails auch während des Urlaubs. Damit geht wichtige Erholung verloren, aber mit diesem Verzicht auf unbeschwerte Urlaubstage verschwinden negative Gedanken, trotzdem etwas zu verpassen, noch lange nicht. Dafür schwindet die Zufriedenheit im Büro und an anderen Arbeitsplätzen. Doch das muss nicht sein.

 

Lösungsansätze gegen Stress auf dem Weg vom Urlaub zurück ins Büro

Sie können dieses Problem auf verschiedenen Ebenen minimieren oder ganz beenden:

  • auf Unternehmensebene
  • vor dem Urlaubsantritt
  • während des Urlaubs und
  • bei Ihrer Rückkehr

Idealerweise macht das Unternehmen kollektiv Betriebsferien. Das gelingt aber höchstens in einem familiengeführten Restaurant oder einer kleineren Arztpraxis. Was aber in jedem Unternehmen gelingen kann: die Einführung einer Unternehmenskultur, die unter anderem echtes Abschalten während Urlauben oder freier Tage fördert. Dazu gehören ein Umdenken hin zu Respekt vor Abwesenheit und Erholung oder generelle Maßnahmen, die Sie ansonsten individuell ergreifen müssen.

Zu diesen Maßnahmen zählen Übergabe und Vertretungsregelungen vor dem Urlaub. Es sollte klar definiert sein, wer Ihre Aufgaben – möglichst vollständig – währenddessen übernimmt. Vereinbaren Sie für die Details ein Übergabegespräch. Es reicht hier nicht, nur das Telefon umzustellen. Sie können mithelfen, damit die zusätzliche Arbeitsbelastung für Kolleginnen oder Kollegen dabei nicht zu groß wird: Schließen Sie größere Aufgaben oder Projekte nach Möglichkeit vor Ihrem Urlaub ab. Hinterlassen Sie zu offenen Punkten eine To-do-Liste.

So bekommen Sie für den Urlaub leichter einen freien Kopf und können besser abschalten. Vermeiden Sie zwischendurch Gedanken an die Arbeit und halten Sie sich immer wieder vor Augen: Jetzt sind Ferien!

Sorgen Sie auch nach der Rückkehr noch für etwas Abstand. Wer erst am Vorabend der Rückkehr ins Büro aus dem Urlaubsflieger steigt, erlebt unmittelbar Stress. Ein paar Tage Puffer helfen dagegen, langsam wieder im Alltag anzukommen. Außerdem:

  • Starten Sie nicht direkt in eine volle Arbeitswoche.
  • Arbeiten Sie stattdessen zuerst nur ein paar Tage für einen einfacheren Wiedereinstieg.
  • Setzen Sie für die ersten Tage Prioritäten und versuchen sie nicht, gleich alles auf einmal zu erledigen.
  • Schaffen Sie direkt kleinere Aufgaben, bekommen Sie schnelle Erfolgserlebnisse, die Sie motivieren und nicht stressen.
  • Achten Sie jetzt besonders auf Ruhepausen, Ihre Gesundheit und kleine Ablenkungen. Dazu können Sie beispielsweise Urlaubsgewohnheiten wie einen Restaurantbesuch oder ausgedehnte Spaziergänge noch einmal zu Hause aufgreifen. So bleibt das Urlaubsgefühl etwas erhalten und Sie landen weicher wieder im beruflichen Alltag.

Also keine Angst: Ein sanfter Weg aus dem Urlaub zurück ins Büro ist leichter, als Sie denken!

 

 

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Marco Hofmeister