
Bewegung, ob bei der Arbeit im Büro oder privat, ist gesund, aktiviert Muskeln und Kreislauf. Das kennt jede(r). Nicht ganz so verbreitet ist das Wissen zu den positiven Effekten von Bewegung auf unser Gehirn. Die zeigen wir Ihnen hier näher und schauen besonders auf die Wirkung beim Arbeiten oder Lernen – eine kurze Lektüre von HAIN®, die sich lohnt.
Das passiert im Kopf, wenn Sie sich bewegen
Durch Bewegung im Büro oder anderswo erfährt das Gehirn unmittelbar eine stärkere Durchblutung, die vermehrt Sauerstoff und Nährstoffe in die Nervenzellen bringt. Gleichzeitig fahren ein paar biochemische Prozesse hoch, die Botenstoffe wie etwa Endorphine ausschütten. In der Folge steigt die Stimmung, die Konzentrationsfähigkeit verbessert sich und der Stress am Arbeitsplatz wird weniger belastend erfunden oder gar nicht mehr wahrgenommen. Neben diesem Soforteffekt gibt es auch eine genauso beachtenswerte Langzeitwirkung von Bewegung auf das menschliche Gehirn.
Sie fördert zusätzlich die Neuroplastizität, die Fähigkeit des Gehirns, sich ein Leben lang zu verändern und neuen Situationen anzupassen. Neuroplastizität ist die Voraussetzung zum Lernen, zum Speichern von Erlerntem oder Erinnerungen und hilft sogar dabei, Beeinträchtigungen des Gehirns, wie sie zum Beispiel ein Schlaganfall auslöst, unter Umständen wieder zu heilen. Neuroplastizität braucht dazu besonders ein spezielles Protein, den Botenstoff BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor). Diesen Stoff produzieren Menschen selbst und schon kleinere körperliche Aktivitäten oder moderate Bewegung kurbeln die Produktion an.
Zur Orientierung:
- 20 Minuten leichte Bewegung pro Tag erhöhen den BDNF-Spiegel durchschnittlich um knapp ein Drittel.
- Ein inaktiver Tag im Bett oder auf dem Sofa lässt den Botenstoff um etwas über zehn Prozent sinken.
Büromöbel, die für mehr Bewegung sorgen
20 Minuten an körperlicher Aktivität bedeuten über einen ganzen Tag keine große Anstrengung und müssen nicht extra eingeplant werden. Schon die gewöhnlichen Fußwege, die Sie täglich zurücklegen, schaffen diese Basis. Doch genügt diese Grundlage für die immer komplexeren geistigen Herausforderungen in Alltag und Beruf?
Kreativität, Produktivität oder Lernen können gut noch mehr Bewegung vertragen. Arbeit oder Lernen finden häufig im Sitzen – und damit weitgehend bewegungslos – statt. Dabei müssen sich Bewegung und Sitzen überhaupt nicht ausschließen: mit Bürostühlen für aktives Sitzen oder ähnlich wirkenden, gesunden Sitzhockern. Durch besondere Mechaniken zeigen sich diese Hocker oder Stühle nicht starr, sondern flexibel, folgen dem Körper bei jeder Veränderung der Sitzposition und halten ihn so permanent zu Mikrobewegungen an. Im Ergebnis wirken diese genauso positiv wie ein paar kleine Fitnessübungen bei der Arbeit: Die Muskulatur wird gestärkt, das Herz-Kreislauf-System bleibt in Schwung und ebenso erfährt das Gehirn kontinuierlich Anreize für eine höhere Konzentrations- und Leistungsfähigkeit.
Gezielt mit Bewegung die Produktivität anschieben
Stehen geistig besonders herausfordernde Aufgaben an, können Sie sich mit wenigen Schritten in kurzer Zeit dafür in Hochform bringen:
- Legen Sie vorab eine kurze Bewegungspause ein. Schon zehn Minuten Spaziergang machen Sie direkt produktiver.
- Müssen Sie beispielsweise für eine Präsentation pauken, sprechen Sie Ihren Text ins Handy und hören ihn beim Spaziergang wie einen Podcast an. Bewegung und die frische Luft erleichtern das Speichern des Textes im Kopf deutlich.
- Ganze Sätze oder Zahlen prägen sich außerdem besser und schneller ein, wenn Sie diese verknüpft mit Bewegungen wie dem Rhythmus ihrer Schritte verinnerlichen. Im Takt kann das Gehirn Inhalte leichter strukturieren und tiefer im Langzeitgedächtnis ablegen. PS: Das funktioniert nicht nur mit Schritten, sondern ebenso im Takt des Auf- und Abfederns mit einem ergonomischen Bürostuhl.
Probieren Sie das bei nächster Gelegenheit einfach einmal selbst aus!



