Gesünder im Büro arbeiten: mit der 30/15-Regel

Gesünder im Büro arbeiten: mit der 30/15-Regel. HAIN® GmbH. Mehr Büro geht nicht.

 

Gerade erst letzte Woche haben wir Ihnen gezeigt, wie verschiedene Büroeinrichtungen positiv gegen Bewegungsmangel im Büro wirken. Besonders Hocker oder Stühle, die aktives Sitzen unterstützen, zeigen sich hier als große Hilfe für Ihre Gesundheit. Vielleicht haben Sie dazu auch einen höhenverstellbaren Schreibtisch beziehungsweise einen Steh-Sitz-Schreibtisch an Ihrem Arbeitsplatz. Während Aktiv-Stühle Sie den ganzen Tag über automatisch unterstützen, müssen Sie bei den Schreibtischen selbst immer wieder an den Wechsel zwischen stehender und sitzender Position denken. Hier bereiten diese ergonomischen Büromöbel in der Praxis zwei Probleme und am Ende bleibt die Frage: Wie nutze ich einen höhenverstellbaren Schreibtisch am besten?

 

Viel hilft nicht immer viel

Problem Nummer eins: Oft wird es in der Hektik des Alltags schlicht vergessen, den Steh-Sitz-Schreibtisch regelmäßig zu nutzen. Aus alter Gewohnheit bleiben Besitzerinnen und Besitzer dann die meiste Zeit sitzen und wechseln höchstens sporadisch in den Stand am Tisch. Mit einem Bürostuhl für aktives Sitzen müssen Sie sich darüber im Vergleich zum zweiten Problem aber kaum Gedanken machen. Bedenklicher wird es, wenn Sie zu viel oder zu lange stehen. Menschen, die überwiegend Steharbeit leisten, kennen das leider zu oft: Probleme mit dem Rücken und der Wirbelsäule oder eine schlechte Durchblutung der Beine mit entsprechenden Folgen entwickeln sich dann häufiger im Laufe der Zeit.

2024 legte die University of Sydney dazu eine Untersuchung vor. Ergebnis: Mehr als zwei Stunden dauerhaftes, monotones Stehen steigern das Risiko typischer Beschwerden und Erkrankungen kontinuierlich. Jede weitere halbe Stunde lässt es um etwa zehn Prozent anwachsen. Vereinfacht gesagt bedeutet langes Stehen damit mindestens ähnlich große Gesundheitsrisiken wie langes Sitzen. Entscheidend für die potenziell negative Wirkung beider Körperhaltungen ist jedoch weniger die Zeit als die Monotonie oder Bewegungslosigkeit dabei.

 

Die 30/15-Regel

Wie so oft im Leben gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift. Versuchen Sie, über den Tag kontinuierlich die Körperhaltung zu wechseln und achten Sie allgemein auf etwas mehr Bewegung im Büroalltag. Für den Wechsel zwischen Sitzen und Stehen gibt es sogar eine Empfehlung. Sie lautet: 30 Minuten Sitzen und 15 Minuten Stehen, bevor Sie erneut für eine halbe Stunde Platz nehmen usw. Für diese 30/15-Regel gibt es eine fundierte Studie, ebenfalls aus Australien.

Die verantwortlichen Forschenden ließen dazu zwei Probandengruppen über längere Zeit täglich an Steh-Sitz-Schreibtischen im Büro arbeiten. Eine Gruppe durfte selbst über die Sitz- und Stehzeiten entscheiden, während die andere angewiesen war, streng im Rhythmus der 30/15-Regel zu wechseln. Am Ende der Studie klagte diese Gruppe über deutlich weniger Beschwerden, fühlte sich konzentrierter und weniger gestresst. Gleichzeitig machte es diese klare zeitliche Struktur leichter, konsequent auf die Wechsel zu achten und dafür eine Routine zu entwickeln. Ohne feste Vorgabe wächst die Gefahr, keine echte, wirksame Abwechslung zu entwickeln.

PS: Für diese gesunde Abwechslung brauchen Sie übrigens nicht immer einen Steh-Sitz-Schreibtisch. In unserer großen Auswahl an Büroeinrichtung haben wir auch Stehpulte als Alternative für Sie.

 

 

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Marco Hofmeister