
In Deutschland sind rund zwei bis drei Prozent der Erwachsenen bis 65 Jahren von ADHS betroffen; einige wie die Universität Köln gehen sogar von bis zu fünf Prozent aus. Wir sprechen also über ein paar Millionen Menschen nur im Erwachsenenalter, die an ADHS leiden oder leiden könnten. Die Zahlen stiegen in den letzten Jahren stark. Deswegen sprechen manche von einer „Modediagnose“, aber die neurobiologische Störung tritt heute nicht häufiger auf als früher. Sie wird mittlerweile nur besser und häufiger erkannt. Betroffene müssen einige Herausforderungen im Alltag oder bei der Arbeit, in Büros und anderswo, meistern. Ergonomie oder ergonomische Büromöbel können ihnen dabei zumindest am Arbeitsplatz oder im Homeoffice helfen.
Was bedeutet ADHS?
Hinter der Abkürzung ADHS verbirgt sich ein Aufmerksamkeitsdefizit beziehungsweise eine Hyperaktivitätsstörung. Typische Symptome sind:
- Aufmerksamkeits- beziehungsweise Konzentrationsschwächen
- Hyperaktivität mit hohem Bewegungsdrang oder
- Impulsivität mit vorschnellen Aktionen und geringer Geduld
Dazu kommt häufiger ein sogenannter Hyperfokus, bei dem sich die komplette Aufmerksamkeit voll auf eine Aufgabe oder ein Thema fokussiert, während alles andere schnell vergessen wird.
ADHS-Betroffenen gelingt es viel seltener als anderen, oder auch gar nicht, ihre Aufmerksamkeit durch Willenskraft zu steuern. Sie sind abhängiger von der individuellen emotionalen Bedeutung einzelner Aufgaben und gleichzeitig lassen sie externe Reize schneller abschweifen.
Damit wird schnell klar, welche Probleme allein im typischen Büroalltag entstehen können. Eine durchdachte Akustik im Büro wird hier besonders wichtig. Denn die typische Geräuschkulisse aus Gesprächen, klingelnden Telefonen und klackernden Tastaturen bedeutet bei ADHS in jedem größeren Büro eine enorme Belastung für Betroffene. Sie werden dabei deutlich leichter aus einer Konzentrationsphase herausgerissen als andere.
Gleichzeitig zwingt die Büroumgebung zu körperlicher Inaktivität, während innerlich dagegen ein starker Bewegungsdrang drückt. An dieser Stelle kommen viele unserer ergonomischen Büromöbel wie zum Beispiel die Aeris Swopper oder die BIOSWING-Stühle von HAIDER ins Spiel. Auf diesen und anderen sitzen Sie aktiv, weil diese Hocker oder Bürostühle Ihren Körper durch Mikrobewegungen unmerklich permanent in Schwung halten.
Vorteil: Bewegung
Hier sitzen Sie immer gesund! Die ergonomischen Sitzmöbel halten Rücken und Muskulatur in Bewegung, was etwa Verspannungen vorbeugt oder entsprechende Beschwerden lindern kann. Sie stimulieren zudem die Durchblutung, was positiv auf Herz und Kreislauf wirkt. Speziell bei ADHS bieten sie dann noch einen weiteren Vorteil: Durch ihre winzigen Bewegungen des Körpers erleichtern die Büromöbel den Alltag von ADHS-Erkrankten.
- Bei ADHS werden nachweislich weniger Neurotransmitter wie Dopamin oder Serotonin ausgeschüttet. Das mindert Aufmerksamkeit und Motivation. Starres Sitzen verstärkt den Mangel noch. Schon die winzigen Bewegungsimpulse ergonomischer Hocker oder Stühle können hier entgegenwirken und das Wohlbefinden steigern.
- Gleichzeitig kommen sie der typischen inneren Unruhe und der Hyperaktivität bei ADHS entgegen. Schon ihre kleinen Bewegungen genügen, um den Bewegungsdrang von Betroffenen zu stillen. Das beruhigt, die Gedanken schweifen seltener ab und der Kopf wird wieder frei für die Arbeit.
- Durch jede noch so kleine Bewegung steigert sich außerdem die Körperwahrnehmung. Ansonsten haben ADHS-Patientinnen und -Patienten oft das Gefühl, von der Umwelt und ihren Reizen überwältigt zu werden, während die innere Orientierung im eigenen Körper fehlt. Sie fühlen sich sozusagen verloren in ihrer Umgebung. Auf ergonomischen Sitzen gewinnen Sie das wichtige Körpergefühl zurück und werden gleichfalls weniger abgelenkt, können wieder fokussierter Ihre Aufgaben angehen.
Probieren Sie es einfach einmal aus: in unserem Ergonomie-Studio in Offenbach zum Beispiel. Bei ADHS sollten Sie einen ergonomischen Bürostuhl oder -hocker mindestens im Homeoffice stehen haben. Und für die Anschaffung im Unternehmen gibt es immer genügend weitere handfeste Argumente, ohne dass Sie gleich eine ADHS-Erkrankung erwähnen müssen.



